Patrizia Panero ist die Verantwortliche für Arbeitsbeziehungen bei Markas

Industrielle Beziehungen: Das Geheimnis einer erfolgreichen Verhandlung

03.06.2020 - Österreich - Italien - Deutschland - Rumänien

Patrizia Panero ist die Verantwortliche für Arbeitsbeziehungen bei Markas. Doch was bedeutet das eigentlich? Kurz gesagt, pflegt sie die Kontakte zu Gewerkschaften und Interessensvertretern (Stakeholder) – und das für ein Unternehmen, das italienweit etwa 8.000 Mitarbeiter zählt. Zu ihren Aufgaben gehört es, Verhandlungen zu führen, in deren Mittelpunkt die Mitarbeiter stehen und dabei allen Beteiligten zuzuhören, um sich mit deren Bedürfnissen und Beweggründen auseinandersetzen zu können. 

Bei Markas verfolgt Patrizia vor allem die Arbeitsbeziehungen mit den Gewerkschaften sowie öffentlichen und privaten Institutionen. Die Ausschreibungsbranche ist ein Sektor mit ganz besonderen Dynamiken und heiklen Themen. Sobald sich ein neuer Auftragnehmer die Verwaltung eines Objektes zusichert, bedeutet dies einen Arbeitgeberwechsel für jene Mitarbeiter, die in denen von der Ausschreibung betroffenen Objekten tätig sind. Dies ist häufig mit Änderungen der Arbeitszeiten und Löhne verbunden und erklärt auch, aus welchem Grund gerade in dieser Branche die Rate der Mitgliedschaften bei den verschiedenen Gewerkschaften so hoch ist. In diesem Szenario konzentrieren sich die Verhandlungen vor allem auf heikle Thematiken, doch Patrizia Panero hat sich die Kunst des Verhandelns zu eigen gemacht, um die Interessen aller Beteiligten zu wahren.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen mit den Gewerkschaften stehen die Mitarbeiter, ihre Arbeitszeiten und ihre Entlohnung

Worum geht es bei einer Verhandlung mit den Gewerkschaften?

Bei den Verhandlungen ist die Rolle von Patrizia von entscheidender Bedeutung: Die Verhandlungen, die sich zu Beginn eines neuen Vertrages oder aus eventuellen Problemen ergeben, betreffen zahlreiche Menschen wie auch Interessen der beteiligten Parteien. Im Mittelpunkt stehen sehr sensible Themen wie die Arbeitnehmer selbst, ihre Arbeitszeiten und Entlohnung. In diesem Konstrukt bildet Patrizia den Schlussstein eines äußerst empfindlichen Gleichgewichts.

Die Verhandlungen selbst finden in der Regel mit den Vertretern der Gewerkschaften statt, die den nationalen Kollektivvertrag unterzeichnet haben (z.B. Cgil, Cisl oder Uil) und werden häufig direkt am Arbeitsplatz organisiert oder von den Gewerkschaften selbst durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich die Gespräche an einem Ort durchgeführt werden, an dem sich alle wohlfühlen. An diesem Punkt können die Verhandlungen beginnen: Im Rahmen der Gespräche geht es entweder um die bereits angesprochenen Änderungen, die sich aus der Vertragsänderung ergeben, oder auch um andere Problematiken, die gemeinsam gelöst werden müssen. Sofern das Problem nicht all zu kompliziert ist, kann es leicht gelöst werden – in anderen Fällen können sich die Gespräche sogar über verschiedene Monate hinwegziehen.
Patrizia Panero, Verantwortliche für Arbeitsbeziehungen bei Markas, spricht über die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Verhandlung mit den Gewerkschaften und Interessensvertretern

Das Geheimnis einer erfolgreichen Verhandlung

Patrizia legt die Karten offen auf den Tisch und erzählt, welches ihrer Meinung nach die wichtigsten Kompetenzen sind, um ihre Rolle erfolgreich ausüben zu können.

Ausgangspunkt ist das Zuhören: Um alle Facetten eines Problems verstehen zu können, ist aktives Zuhören das erste Element, worauf es ankommt. Danach geht es darum, zu versuchen, mit allen Mitteln eine Konfrontation zu vermeiden. Dessen bewusst, dass Konfrontationen zu keinen Ergebnissen führen, versucht Patrizia stets die Ruhe zu bewahren - selbst dann, wenn ihre Gesprächspartner gezielt auf der Suche nach einer Auseinandersetzung sind. Eine weitere gewinnbringende Fähigkeit von Patrizia Panero ist Beständigkeit. „Beständigkeit formt deinen Ruf. Solange dein Gesprächspartner weiß, dass du fair bist, keine Spiele mit ihm treibst und zu deinem Wort stehst, ist die Hälfte der Arbeit getan“ verrät Patrizia.

Abschließend erzählt sie, dass man keine Angst vor Veränderungen haben muss, denn jede Veränderung bewirkt auch Innovation. Ein und dieselbe Problematik kann auf verschiedene Weisen gelöst werden – hierbei gibt es kein Richtig oder Falsch. Auch ein Strategiewechsel kann von Vorteil sein, man muss nur wissen, wie man die Situationen interpretieren muss.

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