Food Talk über Fake News und Fermentationstechnik: Der zweite Schritt des Projektes „Gastronomie, Qualität und Regionalität“

18.10.2019 - Italien

Worum geht es, wenn wir über Lebensmittel sprechen?
Am Mittwoch, dem 16. Oktober, fand am Campus der Universität Bozen das zweitwichtigste Event des Projektes „Gastronomie, Qualität und Regionalität“ statt: ein Food-Talk, moderiert von Evelyn Kirchmaier-Kasslatter, Generaldirektorin des Dienstleistungsunternehmens Markas. Führende Ernährungsexperten haben an der Diskussion teilgenommen: Prof. Lucio Lucchin, Leiter der Abteilung Diätologie und klinische Ernährung der Gesundheitsbehörde in Südtirol und Prof. Marco Gobetti, Professor der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik an der Freien Universität Bozen und einer der bedeutendsten italienischen Experten für Lebensmittelmikrobiologie.

Diskutiert wurde über Themen wie Ernährungsmythen und Fake News auf der einen Seite, Fermentationstechnik und Innovation sowie Tradition auf der anderen Seite.
Lucio Lucchin
Prof. Lucio Lucchin fasst zusammen: „Ernährung ist ein menschliches Grundbedürfnis und darf nicht vernachlässigt werden. Heutzutage verstehen Menschen die Bedeutung und den Zusammenhang zwischen der Ernährung und Gesundheit und sehnen sich nach Informationen dazu. Aber die Fülle und der Umgang mit gefälschten Informationen fordern einen immer höheren Wissensstand. In Italien fallen fast 9.000 BürgerInnen den gefälschten Informationen zum Opfer, etwa 15 Millionen Menschen suchen online nach gesundheits- und ernährungsbezogenen Informationen.“
Marco Gobbetti
Prof. Marco Gobbetti konzentriert sich auf das Thema Fermentierung: „Historisch gesehen entstand die Fermentierung rein zufällig. Danach nutzten es die Menschen, um die Produktion zu diversifizieren und die ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Lebensmitteln zu erhöhen, was letztlich zu einem kulturellen Erbe führte. In Südtirol werden verschiedene Produkte wie Speck, Bier, Käse, Sauerkraut und verschiedene Arten von Brot durch Fermentierung erzeugt. Alle davon weisen im Vergleich zu den anderen Produkten eine bessere Charakterisierung auf. Darüber hinaus stellt die Fermentierung unter der Ansicht der Nachhaltigkeit eine der leistungsfähigsten Methoden dar, um einen Mehrwert für die Lebensmittelindustrie zu schaffen und die Kosten sowie den Fußabdruck auf einem niedrigen Niveau zu halten.“
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