Haidrun Achammer, Mitbegründerin und Präsidentin des Verwaltungsrates von Markas

Haidrun Achammer: Powerfrau und Vorbild für zahlreiche Frauen!

08.12.2019 - Italien - Deutschland - Österreich - Rumänien

Haidrun Achammer wurde am 08.12.1944 in Sterzing geboren und musste schon früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Ihre alleinerziehende und arbeitende Mutter diente ihr als großes Vorbild, denn zu diesen Zeiten war es noch unüblich eine berufstätige Mutter und finanziell unabhängige Frau zu sein. Da sie tagsüber in der Schneiderei arbeitete, in welcher sie auch ein paar Angestellte beschäftigte, musste Haidrun schon im Alter von sechs Jahren lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern.

Zeit für große Pläne: Der Hunger nach mehr.
Für Haidrun war eines klar: Ihre Ausbildung sollte nicht mit der Grundschule enden. Und so beschloss sie, tatkräftig von der Mutter in ihrem Vorhaben unterstützt, die Schulausbildung in der Mittelschule in Bozen fortzusetzen. Ohne zu zögern und fasziniert von der Idee, Neues und Unbekanntes zu erleben, zog sie im Alter von zwölf Jahren in die Südtiroler Hauptstadt. Nach dem Abschluss der Mittelschule besuchte sie auch das klassische Gymnasium. Mit dem Abitur in der Tasche, beschloss sie Volkswirtschaft an der Universität von Innsbruck zu studieren: Eine Seltenheit, denn studierende Frauen – vor allem in Wirtschaftsfächern – waren noch kein gewohntes Bild. Nachdem sie das Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie an der Fachlehranstalt für kaufmännische Berufe in Sterzing zu unterrichten und arbeitete nebenher in einem Wirtschaftsbüro. In dieser Zeit lernte sie auch ihren Ehemann Mario Kasslatter kennen.

Von den Grenzen des Mutterseins und dem Engagement für Frauen

Auch nach der Heirat mit Mario Kasslatter und nach der Geburt ihrer beiden Söhne, Florian und Christoph, blieb die junge Mutter weiterhin berufstätig. Während dieser Jahre hatte sie gelernt, was es mit sich bringt, das Berufsleben mit dem Ehefrau und Mutter sein zu vereinbaren. Nach 15-jähriger Berufstätigkeit als Lehrerin entschied sie sich die Möglichkeit wahrzunehmen und in Pension zu gehen. Doch sie blieb nicht nur als Mutter aktiv: Zunächst saß Haidrun Achammer für die SVP im Sterzinger Gemeinderates. Obwohl sie eine studierte Volkswirtin war fühlte sie sich als Frau allerdings nicht immer ernst genommen. Solche Erfahrungen sensibilisierten und bekräftigten Haidrun zunehmend darin, sich für Frauen-Themen zu engagieren. Und so kam es, dass sie sich in den Jahren 1994 bis 1999 als Präsidentin des 2. Landesbeirates für Chancengleichheit einbrachte und dessen Aktivitäten leitete. 

Noch heute sind solche Themen wichtig für die 75-Jährige: Ihr liegt es am Herzen, dass Frauen lernen, sich wertzuschätzen und für sich einzustehen. Das gilt vor allem für Mütter, die sich in den meisten Fällen gar nicht bewusst sind, wie viel sie zwischen Familie, Beruf und Haushalt leisten. Sie ist davon überzeugt, dass solche Frauen ohne jeden Zweifel als Managerinnen bezeichnet werden können und viele ausgeprägte Fähigkeiten als auch großartige Qualitäten haben.
Übergabe der Firmenleitung von Markas an die Söhne Christoph und Florian Kasslatter im Firmensitz in Bozen

Wiedereinstieg ins Berufsleben – Die Gründung von Markas

Als die Söhne alt genug waren und die Schule beendet hatten, beschloss Achammer im Jahr 1985 wieder ins Berufsleben einzusteigen und gründete, am 15. Mai 1985 gemeinsam mit ihrem Ehemann Mario, das Dienstleistungsunternehmen für Reinigung, Hygiene, Mensadienste und Logistik: Markas.
Mit dem großen Auftrag vom Krankenhaus in Cuneo gelang dem Unternehmen 1986 der Durchbruch und das Geschäft begann zu wachsen. Gemeinsam bauten die Ehepartner ein in seiner Branche führendes Unternehmen auf, das mittlerweile auch Niederlassungen in Österreich (St. Pölten), Deutschland (Unterhaching bei München) und Rumänien (Târgu Mureș) zählt. 2011 übergaben Mario und Haidrun die Firmenleitung an ihre beiden Söhne, die das Top-Unternehmen tatkräftig und mit großem Engagement leiten. Mit über 9.000 Mitarbeitern gehört Markas zu Südtirols größten Arbeitgebern und sieht Haidrun Achammer noch heute als Präsidentin des Verwaltungsrates. 

Ihrem Motto bleibt Haidrun immer treu: „Man muss das tun, was einem Spaß macht, ohne zu viel darüber nachzudenken. Dann kommt der Erfolg von ganz alleine.“ (Die Südtirolerin)

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